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20.11.2018 // "Horch! Der Seewind weht"

 
Eine Erinnerung an den Dichter Wolfgang Borchert (1921-1947) 
 
Borchert starb am 20. November 1947 mit nur 26 Jahren am Tag, bevor an den Hamburger Kammerspielen sein Stück "Draußen vor der Tür" uraufgeführt wurde, das den Poeten weltberühmt machen sollte. Borchert, selbst sterbenskrank aus dem Krieg zurückgekehrt, schrieb es binnen weniger Tage - ein Aufschrei im Namen seiner ganzen Generation mit dem wohl erschütterndsten Appell der Literatur: "Sagt nein!" Doch Borchert war ein Meister der leisen, feinen, zärtlichen Töne - und die erklingen in seiner melancholischen, augenzwinkernen, lebensdurstigen Lyrik. "Lass mir deinen Rosenmund noch für einen Kuss…"

Susanne Schwan liest aus Borcherts "Stück, das keiner sehen will" (wie er selbst fälschlicherweise vermutete), aus Gedichten, Kurzerzählungen und Briefen, illustriert von musikalischen Improvisationen am Saxophon durch Simon Bellett.

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: 13€

 

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

06.11.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Museumsdirektorin gibt Einblicke in das Deutsche Auswandererhaus

Nicht erst seit Beginn der Flüchtlingskrise sind Flucht und Migration die Themen des Deutschen Auswandererhauses. Was es für Menschen bedeutet, das Heimatland zu verlassen und woanders Fuß zu fassen, können Besucher hier seit Jahren anhand individueller Schicksale erfahren. Geschichte zum Anfassen und Mitfühlen - das ist das Motto des Deutschen Auswandererhauses. Am Dienstag, 6. November, ist Direktorin Dr. Simone Eick um 19.30 Uhr bei „Leute in der Losche“ zu Gast. Beim NZ-Talk wird sie unter anderem das Projekt „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ und die Ergebnisse einer Studie zur Sehnsucht nach der Heimat vorstellen. Spannend wird es auch, wenn sie über erste Ergebnisse des „Studio Migration“ berichtet, einem Ort der Kommunikation und Vermittlung, in dem sich Museumsbesucher, Wissenschaftler und Zeitzeugen treffen und austauschen können – und in dem Besucherumfragen zum Thema Migration und Integration durchgeführt werden.

Dr. Simone Eick hat das Deutsche Auswandererhaus seit 2005 von Grund an aufgebaut. Es zählt heute zu den meistbesuchten Museen Deutschlands und zieht jedes Jahr zehntausende Touristen nach Bremerhaven. Weniger sichtbar für die Besucher ist die einzigartige Sammlung, die heute von den Wissenschaftlern des Deutschen Auswandererhauses erforscht und bewahrt wird. Zentral sind dabei Lebensgeschichten von Einwanderern und Auswanderern.

Bei „Leute in der LOSCHE“ berichtet die Museumsdirektorin, was das Deutsche Auswandererhaus sammelt und wie Familiengeschichten und Objekte in die Sammlung gelangen.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

01.10.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Volker Herres im Interview

Wenn die Sehnsucht nach dem Norden mal groß ist, dann ist das Gekreische von Möwen für Volker Herres nur einen Handgriff entfernt. Ein Kollege schenkte dem ARD-Programmdirektor einmal eine „Wunderbare Tüte“, die nun auf seinem Münchner Schreibtisch steht. Wird sie geöffnet, kreischen Möwen um die Wette. „Ein Stück Heimat für mich“, sagt der gebürtige Cuxhavener. Am Montag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr ist Volker Herres der Heimat ganz nah – und beim NZ-Talk  „Leute in der LOSCHE“ zu Gast.

Eine Geschichte über Bilder erzählen zu können – das ist es, was Volker Herres am Fernsehen reizt. Als ARD-Programmdirektor plant und koordiniert er mit seinem Team das Programm des Ersten Deutschen Fernsehens und entwickelt es inhaltlich und strategisch weiter. Im Gespräch wird Herres über die neusten Trends sprechen, berichten, wie er entscheidet, welche Sendung oder Serie in das ARD-Programmkonzept passt und sicherlich auch über seine Begeisterung für Romane sprechen.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

24.09.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Europaabgeordneter David McAllister zu Gast

Brexit, Flüchtlingskrise, Risse im transatlantischen Bündnis: Die Europäische Union durchlebt zurzeit die kompliziertesten Jahre seit ihrer Gründung. Daraus macht David McAllister (CDU), keinen Hehl. Der Politiker mit schottischen Wurzeln sowie britischer und deutscher Staatsbürgerschaft kennt das politische Geschäft auf vielen Ebenen. Als Europaabgeordneter pendelt der ehemalige Niedersächsische Ministerpräsident regelmäßig zwischen Brüssel, Straßburg, Berlin und Bad Bederkesa, wo er mit seiner Familie lebt. Am Montag, 24 September, ist David McAllister um 19.30 Uhr bei „Leute in der Losche“ zu Gast. Im NZ-Talk spricht er über die politischen Entwicklungen in Europa und seine persönlichen politischen Schwerpunkte, aber auch über seine Kindheit in West-Berlin und sein Leben im Landkreis Cuxhaven.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

07.08.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Ehemaliger Fußballspieler und -Trainer Egon Coordes im Talk

„Egon, lass die Löwen los!“ - in den 70er Jahren war das ein bekannter Schlachtruf im Bremerhavener Fußball. Gemeint war Egon Coordes, Trainer des damaligen Zweitligisten OSC Bremerhaven. Coordes stand gerade am Anfang einer großen Trainerkarriere, die ihn unter anderem zum Hamburger SV, VfB Stuttgart und Hannover 96 führen sollte. Und später zum FC Bayern München. Erst als Co-Trainer, später als Spielerbeobachter.

Sein Fußballer-Herz ist aber immer in Bremerhaven geblieben. Hier wurde Coordes 1944 geboren, hier wurde er zum Profispieler. Von der Leher TS ging er zu Bremerhaven 93, von wo der Verteidiger es bis in die Bundesliga schaffte. 157 Spiele absolvierte Coordes für Werder Bremen und den VfB Stuttgart.

Sein ganzes Leben hat er den Fußball in Bremerhaven begleitet, Höhen und Tiefen erlebt. Von diesen wird er am 7. August berichten, wenn er zu Gast ist bei „Leute in der Losche“, der Talkrunde der NORDSEE-ZEITUNG im Wasserturm neben dem Verlagsgebäude. Dass Coordes aus seinem jetzigen Wohnsitz in Memmingen in Bayern an genau diesem Tag nach Bremerhaven kommt, ist kein Zufall. Denn exakt 125 Jahre zuvor, am 7. August 1893, wurde der TuS Bremerhaven 93 gegründet. Dieser Verein steht immer noch für die Glanzzeiten des Bremerhavener Fußballs.

Coordes war als junger Spieler dabei, später als Trainer beim Nachfolgeverein OSC Bremerhaven. Er hat also viel zu erzählen aus seinen Erlebnissen im Bremerhavener Fußball. Und aus der Karriere eines Bundesligaprofis und -Trainers.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

13.06.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Von Langen nach Los Angeles

Der Langener Dennis Jauch hat die richtigen „Moves“. Mit seinem Tanztalent schaffte er es nicht nur in seiner Heimatstadt, sondern bis nach Hollywood. Im Alter von drei Jahren war der kleine Dennis Jauch bereits in der Tanzschule seiner Eltern in Langen aktiv. Später nahm der begeisterte Tänzer an unzähligen Wettbewerben teil. Mit gerade einmal elf Jahren war er schon zweifacher deutscher Meister und auch zweifacher Europameister im Hip-Hop. Später stand er als Tänzer für Stars wie Beyoncé Knowles und Kylie Minogue auf der Bühne. Mittlerweile hat sich Dennis Jauch als Choreograf und Creative Director in Los Angeles auf die Themen Musik und Bewegung spezialisiert. Über all das spricht Dennis Jauch am Mittwoch, 13. Juni, bei „Leute in der LOSCHE“.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

09.06.2018 // Lange Nacht der Kultur

Was ist Glück...

Nachbarn in einem fremd gewordenen Land. Überlebensfreunde, welche sich neu erfinden müssen, in einer Welt, die nicht mehr die ihrige ist. Frühe Verweigerer und nicht ganz freiwillige Aussteiger finden zu sich selber. Eine Landpartie mitten ins Leben. Ein Besuch am Rande des Glücks.

Der Film ist eine Studie zu einem vorgesehenen Langfilm, über einen unangepassten, ehemaligen Schulleiter, einen verhinderten Berufspiloten sowie einen früheren Maurer und Dachdecker, der heute Lebenskünstler ist. Menschen, auferstanden aus den Ruinen eines untergegangenen Staates und mehr der Gegenwart als der Zukunft zugewandt.

Reinhard Büsching stellt seine Dokumentation zum Thema "Was ist Glück..." in einem 25-minütigen Film in der LOSCHE vor. Wir freuen uns Sie bei der Langen Nacht der Kultur zwischen 18 und 22 Uhr begrüßen zu dürfen.

29.05.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Im Gespräch mit Prof. Dr. Antje Boetius - Direktorin des AWI

Wer sie kennenlernt, spürt sofort, dass Antje Boetius eine leidenschaftliche Forscherin ist. Ihr Herz schlägt vor allem für die Tiefsee. Mehrmals hat sich die Bremerin selbst mit Tauchbooten in die Tiefsee vorgewagt oder Liveaufnahmen verfolgt, die Tauchroboter an Bord von Forschungsschiffen schickten. Was Antje Boetius dabei entdeckt hat und wie wichtig, aber auch fragil diese finstere Welt ist, erzählt sie in der Reihe "Leute in der LOSCHE" am Dienstag, 29. Mai, um 19.30 Uhr. Sie wird sicher auch ein Wort über den kleinen Tiefseekraken Casper verlieren, der Manganknollen zum Leben braucht und deshalb in Gefahr ist. Der Weg von Antje Boetius in den Wasserturm an der Hafenstraße ist nicht weit, denn seit Herbst 2017 ist sie Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Sie ist damit "Chefin" eines der größten Arbeitgeber in der Stadt. An dem Abend wird es auch einen Einblick in die Arbeit des AWI geben. Wie kam sie dazu, schon als Kind von Meeresforschung zu träumen? Antje Boetius wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren und ist in Darmstadt aufgewachsen - also weit weg von der See. Die Mikrobiologin ist für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Leibniz-Preis. Zuletzt bekam sie den mit 50000 Euro dotierten "Communicator-Preis", der den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern soll. Den Dialog suchen - das tut sie gerne. Sie werden es erleben.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

 

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

22.05.2018 // Fackel der Freiheit. Schwert des Tyrannen.

 
Der dreißigjährige Krieg in Historie und Dichtung - Lesung mit Susanne Schwan, Dirk Böttger und Martin Kemner 
 

Vor 400 Jahren brach gegen Ende Mai der Dreißigjährige Krieg aus. Er begann als Auseinandersetzung zwischen Katholizismus und Protestantismus infolge der Spaltung der Kirche durch die Reformation. Beide Lager reklamierten den „wahren Glauben“ für sich. Schon vor Ausbruch des Krieges hatten sie konfessionelle Bündnisse geschlossen, die außerhalb der Reichsverfassung eigene Armeen aufstellten: 1608 die Protestantische Union und 1609 die Katholische Liga, die auch Beziehungen zu interessierten ausländischen Mächten pflegten. Das war mit ein Grund, warum sich der anfängliche Glaubenskrieg schnell zu einem politischen Machtkampf entwickelte, der am 23. Mai 1618 mit dem legendären Prager Fenstersturz begann und an dem sich alle wichtigen europäischen Mächte beteiligten. Bis zum Westfälischen Frieden 1648  tobte der erste brutale Kontinentalkrieg mit verheerenden Folgen: Zerstörung und Verwüstung rundum, Tod von einem Drittel der deutschen Bevölkerung durch unmittelbare Kampfhandlungen, Seuchen, Hungersnöte und Vertreibungen.

Der Krieg hat verständlicherweise immer wieder und dauerhaft die Geschichtsschreibung beschäftigt. Die Auswahl von Texten bekannter Historiker für die Lesung kann daher nur punktuell sein; sie zitiert u.a. Marcus Junkelmann, Golo Mann, Veit Valentin sowie Zeitungen und Texte zeitgenössischer wie späterer Dichter.

Eine nicht unbeträchtliche Zahl historischer Personen aus Politik und Militär war unmittelbar in das Kriegsgeschehen involviert. Daraus ragt ein Trio heraus, dessen Pläne, politische Entscheidungen und Wirken den Verlauf des Krieges ganz maßgeblich bestimmt haben: Ferdinand II. von Habsburg, 1619-1637 Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation, Gustav Adolf II 1611-1632 der wohl bedeutendste König der Geschichte Schwedens, und Albrecht Wallenstein, Herzog von Friedland (1583-1634), kaiserlicher Generalissimus und eine der umstrittensten Gestalten der deutschen Geschichte. Diese Drei werden im ersten Teil der Lesung auszugsweise porträtiert. Teil zwei bringt eine gekürzte Fassung von Conrad Ferdinand Meyers bekannter und auch verfilmter Novelle „Gustav Adolfs Page“ mit verteilten Rollen zu Gehör.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 13€

 

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop 

17.05.2018 // LEUTE IN DER LOSCHE

Aus dem Leben eines ehemaligen Straßenjungen

Dominik Bloh weiß, wie es ist, kein Dach über dem Kopf zu haben: Als Minderjähriger flog er zu Hause bei der psychisch kranken Mutter raus, weil er sich vorher mit den falschen Leuten eingelassen hatte und landete dann für mehr als ein Jahrzehnt auf den Straßen Hamburgs, wo er unter Brücken und auf Bänken schlief.

Jetzt hat Dominik ein Buch geschrieben: „Unter Palmen aus Stahl“ handelt von seiner Zeit auf der Straße und seinem Weg aus der Obdachlosigkeit heraus. Es ist ungeschönt, rau, nah dran, poetisch und vor allem eins: mutig.

Am Donnerstag, 17. Mai ist der Hamburger zu Gast bei „Leute in der LOSCHE“, liest dort aus seinem Buch vor und unterhält sich mit NZ-Reporterin Janina Kück.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: Spende zugunsten "Hilfe für Mitbürger"

 

Karten zu dieser Veranstaltung gibt es gegen eine Spende zugunsten der Aktion "Hilfe für Mitbürger" im Kundencenter der NORDSEE-ZEITUNG im Columbus Center oder unter www.nordsee-zeitung.de/ticketshop